In Entstehung

Gedankentransformationen


Paläodiät

Paläodiät

Palaeodiaet

Paläodiät, Maria Smettan 2018

Neujahrsvorsätze

Neujahrsvorsätze

Maria Smettan 2017

Vielleicht soiad ma oafach moi wos nummoi probiern,
denn wos soi scho groaß passiern,
es ko ja gar ned zu wos Schlechtarn führn.

Lakritz is für mi wos absolut Greißlichs,
aber vielleicht find i’s gar nimma so scheißlich.
Vielleicht soiad i Lakritz nummoi probiern,
denn wos soi scho groaß passiern,
es ko ja gar ned zu wos Schlechtarn führn.

Mit da Moni red i scho seid Jahren nimma,
denn de is a nachtragendes Frauenzimma.
Vielleicht soiad i so Manches oafach vergebn,
und über Anders mit ihr moi redn,
denn wos soi scho groaß passiern,
es ko ja gar ned zu wos Schlechtarn führn.

I geh seid Jahren nimma zu dera Feier,
weil des is oiwei desaibe Leier.
Vielleicht soiad i oafach moi wieda hi geh,
vielleicht werd’s sogar recht schee,
denn wos soi scho groaß passiern,
es ko ja gar ned zu wos Schlechtarn führn.

WEGSCHAUN & HISCHAUN

WEGSCHAUN & HISCHAUN

WegschaunUndHischaun

 

 

DANKE

Danke für’s WEGSCHAUN
im grecht’n Moment.
Weil Auflagn, Gsetze & Co ned zum
Schickanian vo de Leid san, sondan
damit’s ned ausgnutzt wern und NUA de,
de’s brauchan a Huif kriang.
Weil Gsetze & Co zum Schutz vo
de Leid san und ned um Eana
unsinnigs Zeig vor zum Schreim.

 

Danke für’s HISCHAUN
im grecht’n Moment.
Weil’s oft langt, wenn a Nachbar,
Kolleg oda Freind sogt, dass
Randaliern olle schod.
Weil’s oft langt, wenn a Nachbar,
Kolleg oda Freind hischaugt und
sogt: “DES HOS’D GUAD GMACHT!”

 

 

WEGSCHAUN & HISCHAUN. Maria Smettan 2017

Volles Nichts

Volles Nichts

Maria Smettan 2017

Im Kopf ist kein Gedanke mehr,
Nichts, absolut Nichts – einfach leer.
 
Los! Aufstehen! Neues Erleben!
Dem Gehirn neuen Input geben!
 
Hier ein Foto, dort ein Foto – Eindrücke verschwimmen,
die Gedanken beginnen im Kopf zu wimmeln.
 
Plötzlich ist da kein Gedanke mehr,
der Kopf ist absolut leer.
 
Los! Aufstehen! Neues Erleben!
Halt! Stopp! Nicht Bewegen!
 
Kannst du es denn nicht sehen?
Die Gedanken könnten im Kopf auch übergehen!
 
Ein Glas steht vor dir, es könnte leer oder voll mit Wasser sein,
Was tust du? Nimmst du einen Schluck oder schenkst du gleich mehr hinein?
 
Ist dein Kopf leer oder bereits übervoll?
Weißt du, wie sich im Vollen ein klarer Gedanke entfalten soll?
 
Drum halte ein. Schnauf ein und wieder aus.
Schau ein Weilchen zum Fenster hinaus.
 

Zum Schmunzeln

Zum Schmunzeln

Maria Smettan 2017

Es war einmal ein Innenhof,
dessen Besitzer ist so gar nicht doof.
Das Parken dort das kostet Geld,
nur nicht ein jeder sich dran hält.
 
Das ärgert den Besitzer sehr,
da muss nun eine Schranke her.
 
Nur blöd, die Schranke ist zu kurz, Oh wei!
Da kommt ein schmales Auto knapp vorbei.
 
Die Fahrer müssen ohnehin sehr selten um die Schranke rum,
denn die Bewohner, die sind auch nicht dumm.
Sie stellen Abfalltonnen und gar Stühle in die Schranke,
so bleibt sie ewig offen und die Nachbarn sagen Danke!

Der staade Moment

Der staade Moment

Maria Smettan 2016

De Sorgen, Grübeleien,
Ängste, Hektik, Frust,
Wuat, Ärger, Verletztheit,
Neid, Zwietracht und Groll
machan auf oa Moi Plotz im Kopf,
- Plotz – für a innere Ruah.
 
Für an kloana Moment san olle gleichwertig,
es is ois friedlich und staad.

Die Wahl des Unvorhersehbaren – Neue Regeln nahen

Die Wahl des Unvorhersehbaren – Neue Regeln nahen
(English version)                                                                                                 Maria Smettan 2016

Wieder eine Wahl zu Gunsten eines unwahrscheinlichen Kandidaten,
Wieder ein Schrei nach massiver Veränderung,
Wieder eine Wahl für eine unvorhersehbare Zukunft.

Alle Politiker sind gleich und spielen nach denselben Regeln,
Es ändert sich doch nie was.
Die unwahrscheinlichen Kandidaten propagieren, dass sie nicht nach den Regeln spielen,
dass sie endlich etwas drastisch ändern werden,
dass sie nach ihren eignen Regeln spielen.
Wen kümmert es, was das für Regeln sind?
Einige Menschen könnten darunter leiden,
Einige Menschen könnten Todesangst haben.
Aber das betrifft mich nicht, ich leide schon, es kann nicht schlimmer werden, oder doch?

Und ich sitze und sehe zu,
ich sehe zu wie sich das neue Spiel entwickelt.
Und ich befürchte, dass Millionen darunter leiden könnten,
ich befürchte, dass Millionen sterben könnten.
Ich fürchte die Verzweiflung dieser Menschen.
Ich fürchte eine kolossale Flüchtlingswelle,
Ich fürchte einen massiven Terrorismusanstieg,
Ich fürchte einen massiven Verbrechensanstieg,
Ich fürchte all die Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben.

Am meisten fürchte ich den Zeitpunkt zum Eingreifen zu verpassen,
einfach nur dazusitzen und zuzusehen wie schwärzeste Geschichte geschrieben wird.
Ich sitze und sehe zu und warte.
Neue Regeln nahen, oder nicht?

Voting the unpredictable – New rules are coming

Voting the unpredictable – New rules are coming
(Deutsche Version)                                                                                                 Maria Smettan 2016

Another vote in favour of a most unlikely candidate,
Another cry for massive change,
Another vote for an unpredictable future.

All politicians are the same and play by the same rules.
Nothing major ever changes.
The unlikely candidates propagate not to play by those rules,
to finally change something drastically,
to play by their own rules.
Who cares what these rules are?
Some people might be suffering
Some people might fear for their life
But not me, I am already suffering, it can’t get worse, can it?

And I am sitting and watching,
Watching how this new game plays out.
And I am dreading that millions of people might suffer,
Dreading that millions of people might die.
I am dreading the desperation of those people.
Dreading an enormous rise of terrorism,
Dreading a gigantic wave of refugees,
Dreading an enormous rise of criminal behaviour,
Dreading all those people, who have nothing to loose any more.

Most of all I am dreading to miss the point to intervene,
To simply watch and sit while dark ages develop.
I am sitting and watching and waiting.
New rules are coming, aren’t they?

I ko’s ned und dua’s gern

 

I ko’s ned und dua’s gern

                                                                                                Maria Smettan 2016
As Spui geht oo,
i bin am Boi scho dro.
I laaf und schau und schiaß,
agrat am Gegna vor de Fiaß.
Der ziagt gscheid ob genau ins Tor,
bled glaffn, sowos kimt hoid vor.
Da Gegna is im voin Lauf,
geh weida, den hoid i iatzt auf!
Oa Hackentrick und scho is er vorbei,
O mei, o mei, den hoi i nimma ei.
I laaf und schau und schnauf,
und woaß de Andern de san bessa drauf.

I fühl mi guad und woaß ned recht wiaso,
i woaß doch, dass i’s ned recht ko.
Is wurscht, hob a mei Freid do dro,
des is ned logisch, is hoid so.

De volle Blaue hintn links in’d Laschn nei,
des miaßad doch ganz oafach sei.
No lang bevor’s bassiert,
hob i’s scho saim kapiert,
de Weiße an de Blaue so blead onerennt,
dass de de hoibe Kugl glei vasenkt.
Beim naxtn Zug de Richtung oans A stimmt,
de Weiße oafach üba’d Kugel springt.
Da Gegna locht derweilen munta ei,
und zoagt ma wia es soiad richtig sei.

I fühl mi guad und woaß ned recht wiaso,
i woaß doch, dass i’s ned recht ko.
Is wurscht, hob a mei Freid do dro,
des is ned logisch, is hoid so.

Da Saal der bebt und olle klatschn’s mied,
nua i bin hoid ned ganz im Schried.
Moi klatsch i z’spat moi z’friah,
mei Nachbar der vadraht de Augn neba miah.
Mitsinga dua i aa no laut und gern,
nua guad, dass des trotzalledem ned olle hearn.

I fühl mi guad und woaß ned recht wiaso,
i woaß doch, dass i’s ned recht ko.
Is wurscht, hob a mei Freid do dro,
des is ned logisch, is hoid so.

Brodelnde Gesellschaft

Brodelnde Gesellschaft.

Es ist nicht gut, dass wir unsere Erwartungen gegenseitig hochschrauben und immer weniger erhoffen, dafür immer mehr erwarten.

BrodelndeGesellschaft
Brodelnde Gesellschaft, Maria Smettan 2016

Enttäuschte:
“Es reicht einfach nicht für den Urlaub.”
“Ich fahre 3 Wochen nach Neuseeland.”
“Ich habe kein Glück mit der Liebe.”
“Ich bin heute mit Frühstück ans Bett geweckt worden.”
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“Ich hatte es kaum gehofft und dann hab ich die Konzerttickets tatsächlich gewonnen!!!”
“Ich habe etwas besonderes zum Jahrestag erwartet. Und dann nichts. Einfach vergessen worden.”

Ängstliche:
“Ich gehe nicht mehr zu Großveranstaltungen. Ich habe Angst erschossen zu werden.”
“Ich habe mir eine Pistole zugelegt.”
“Ich habe Angst vor Terror.”
“Bei einem Terroranschlag zu sterben ist extrem unwahrscheinlich.”
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“Die Band hat angefangen und ich habe die Welt um mich und den Terror vergessen.”
“Statistisch ist fliegen sicher, aber ich habe Angst.”

Abgehängte:
“Ich muss 1 Monat auf Fleisch verzichten, wenn ich mit Freunden ins Kino will.”
“Ich war mit Freunden auf einer Hütte für 1 Woche.”
“Ich kann meiner Familie daheim kein Geld schicken.”
“Ich arbeite als Ingenieur und schicke meiner Familie alles, was sie brauchen.”
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“Ich war am Stadtfest, kein Eintritt. Ich hab die ganze Nacht getanzt.”
“Meine Freunde haben nicht mal gefragt, weil ich eh nie Zeit habe.”

Wütende:
“Ich reiße mir den Arsch auf und das für einen feuchten Händedruck!”
“Ich muss nur auf Akten aufpassen und verdiene super gut.”
“Ich hatte den ganzen Tag in der Arbeit Kopfweh und musste daheim die Geigenübungen meines Kindes ertragen.”
“Ich sage meinem Arzt, wie lange ich krank bin.”
“Ich habe mir alles hart erarbeitet und die sollen das einfach so kriegen.”
“Herzlich Willkommen Flüchtlinge.”
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“Heute hat sich eine fremde Frau für Unterkunft, Kleidung und Nahrung bedankt.”
“Meine Hilfe war unerwünscht, er wollte mich nur Anbaggern.”

Selbstmörder:
“Ich habe komplett versagt.”
“Ich hatte nichts und habe mir alles selbst erarbeitet.”
“Eigentlich sind alle froh, wenn ich nicht da bin.”
“Ich war sofort umringt von netten Leuten.”
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“Ich flitsche gern Steine übers Wasser.”
“Am Ende der Woche war ich ausgelaugt. Ich hatte zu nichts mehr Lust.”

Attentäter:
“Ich habe versagt. Wenigstens mit meinem Tod kann ich für meine Familie sorgen.”
“Mein Vater hat Tücher verkauft und jetzt ernähre ich die Familie damit.”
“Die Reichen haben uns alles genommen, jetzt nehme ich ihr Leben.”
“Ich hatte nichts und habe mir alles selbst erarbeitet.”
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“Heute hatte ich Glück, es ist zwar nur ein Job für 2 Wochen, aber ein Anfang.”
“Mein Cousin hat sich in die Luft gesprengt. Meine Tante ist am Boden. Keiner wusste, dass er keinen Job mehr hatte.”

Glückliche:
“Ich habe zwei Kinder, Glück in der Liebe, einen gutbezahlten Job und die besten Freunde der Welt.”
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“Ich hab keinen Job, keine Freundin, nichts. Ich habe versagt.”